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Säureprüfung von Beton

Beton mit erhöhtem Säurewiderstand muss seine chemische Beständigkeit bei einer Säureprüfung beweisen. Dann kann er zum Beispiel für Kraftwerkskühltürme ohne Innenbeschichtung, abwassertechnische Anlagen oder bei Gründungen mit aggressivem Grundwasser eingesetzt werden.

Für wen?

Sie sind Planer oder Bauherr? Dann ist die Kiwa Ihr richtiger Ansprechpartner.

Relevant für mich?

Sie wollen mit Beton bauen, obwohl ein starker chemischer Angriff vorliegt. Bis zu einem pH-Wert von 3,5 kann Beton mit erhöhtem Säurewiderstand bei bestandener Säureprüfung eingesetzt werden.

Prozessschritte

Die Säureprüfung von Beton erfolgt in der Regel in Schwefelsäure bei einem pH-Wert von 3,5 über 12 Wochen. Nach der Säureeinlagerung wird mikroskopisch die Schädigungstiefe ausgemessen und bewertet. Die Säureprüfung wird ergänzt durch weitere Prüfungen zur Qualität des Betons, wie z. B. Porosität und Porengrößenverteilung, Neigung zur  Mikrorissbildung (über CDF-Prüfung), Chloridmigrationskoeffizient, Restalkalität.

Über Kiwa

Die Mitarbeiter der Kiwa GmbH waren beteiligt an der Entwicklung und Prüfung des Betons für den höchsten Kühlturm der Welt in Niederaußem bei Köln, der seit über zehn Jahren ohne Innenbeschichtung erfolgreich in Betrieb ist. Danach wurde der Bau weiterer sieben Kraftwerkskühltürme in Deutschland durch die Kiwa begleitet. Auch beim Neubau des Emscherkanals sowie bei Projekten der Berliner Wasserbetriebe war die Kiwa maßgeblich mit der Säureprüfung bzw. Beratung beteiligt.