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Chloriduntersuchung
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Der Eintrag von Chloriden in bewehrte Betonbauteile kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Neben dem Kontakt mit chloridhaltigen Taumitteln (Auftausalze) sind die Anreicherung durch den direkten Kontakt mit chemischen Substanzen oder Verbrennungsrückständen von Kunststoffen bei einem Brandfall häufige Ursachen für chloridinduzierte Korrosionsbildung der Bewehrung.

Für wen?

Bewehrungskorrosion durch den Eintrag von Chloriden stellt für tragende Bauteile aus Stahl- oder Spannbeton eine erhebliche Gefahr dar. Abhängig von der vorliegenden Chloridkonzentration können Chloridionen zu einer Bewehrungskorrosion mit maßgeblicher Minderung des Bewehrungsdurchmessers bis hin zu einem lokalen, völligen Querschnittsverlust führen. Hieraus ergeben sich Einschränken in der Dauerhaftigkeit, welche sich auch auf die Standsicherheit der betroffenen Bauteile auswirken können. Die Kenntnis einer evtl. vorliegenden Chloridbelastung ist somit ein maßgeblicher Faktor für die Erhaltung und Instandsetzung von Betonbauwerken.

Zielgruppe: Architekturbüros, Ingenieurbüros und Planungsgesellschaften, Besitzer und Verwalter von Gebäuden sowie Versicherungsgesellschaften

Relevant für mich?

Da die Auswirkungen einer chloridinduzierten Bewehrungskorrosion gar nicht oder erst im Endstadium optisch erkennbar sind, ist die vorbeugende Beprobung des Betons bzgl. des Gesamtchloridgehaltes bei gefährdeten oder exponierten Bauteilen ein maßgeblicher Faktor zur Abschätzung eines vorliegenden Instandsetzungsbedarfs. Wird eine Chloridbelastung zu spät erkannt, ist die Durchführung kostenintensiver und umfangreicher Instandsetzungsmaßnahmen erforderlich.

Prozessschritte

Ziel einer Chloriduntersuchung ist es, Aufschluss über Ausmaß und Konzentration einer vorliegenden Chloridbelastung zu gewinnen. Hierzu erfolgt neben der Messung der Betonüberdeckung im Bereich der Prüfstelle, die Entnahme von Bohrmehlproben zur Erstellung eines Chloridprofils. Aktive Korrosionsvorgänge aus einer chloridinduzierten Bewehrungskorrosion können weitgehend zerstörungsarm mit Hilfe der Potentialfeldmessung lokalisiert werden. Die Beurteilung der Messergebnisse und des bereits vorliegenden Korrosionsgrades der Bewehrung erfolgt über das Anlegen von Sondieröffnungen.

Die Untersuchungsergebnisse unserer ausführlichen Gutachten und Prüfberichte dienen als Grundlage für die Abschätzung des Gefahrenpotentials sowie für die fachkundige Planung und Ausführung geeigneter Instandsetzungsmaßnahmen.

Über Kiwa

Mit modern eingerichteten Laboren an bundesweit 19 verschiedenen Standorten können wir Ihnen eine umfangreiche Beratung anbieten. Unsere fachkundigen Kiwa Experten stehen Ihnen hierfür mit unserer weitreichenden Erfahrung im Bereich der Materialprüfung, Bauwerksuntersuchung und Ingenieurdienstleistungen vor Ort zur Verfügung.

Unsere Standorte: Augsburg, Beckum, Berlin, Brandenburg, Flörsheim, Greven, Hamburg, Kessin-Rostock, Michendorf, München

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